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Endspurt im Cross-Triathlon: die XTERRA WM auf Maui

Ramona Richter
Geschrieben von Ramona Richter

Noch ist die Triathlon-Saison nicht vorbei. Auch wenn wir mit dem Ironman auf Hawaii ein emotionales Highlight erleben durften, geht es im Endspurt noch mal querfeldein: bei der XTERRA WM auf Maui.

Fotocredit des Beitragsbildes: Georgia Schofield/XTERRA

Wenn wir von der XTERRA Weltmeisterschaft reden und in diesem Zusammenhang am Sonntag nach Maui schauen, denken wir natürlich zuerst an Wasserfälle, weiße Strände, Sonnenauf- und Untergänge. Aber es verhält sich im Grunde genommen wie beim Ironman auf Hawaii – Paradies und Hölle geben sich die Hand.

Hawaii ist nämlich auch der Geburtsort (3. November 1996) des weltbekannten off-road Triathlons: XTERRA!

Sich zunächst 1,5 Kilometer durch die Wellen schlagen…

Photo by Georgia Schofield

Sich anschließend mit dem Mountainbike 30 Kilometer in einer gefühlt tropischen Achterbahnfahrt durch die Prärie schlagen…

Fotocredit: Jesse Peters/XTERRA

Und zum Schluss die Beine noch einmal 10,5 Kilometer über einen kräftezehrenden Trail jagen.

Fotocredit: Georgia Schofield/XTERRA

In den Anfangsjahren sei der Kurs noch viel anspruchsvoller gewesen sein. Den Worten des Renndirektor zu Folge:

Brutal! Es ging eigentlich mehr ums Überlegen. Wirklich! Allein der Lauf war eine einzige Tortur.

Aber auch heute noch bewegen größtenteils Abenteuerlust und der Drang zum Extremen, sich jener Hausforderung zu stellen. Eine durchaus zähe Angelegenheit, bei der couragierter Ehrgeiz allein nicht ausreicht.

Diverse Strecken-Hotspots mit Blick auf Mauis Wald Reservoir oder den pazifische Ozean mit den benachbarten Inseln Moloka’i and Lana’i entschädigen bewusst für jene Strapazen.

Fotocredit: Mike Adrian/XTERRA

Mehr als 800 Athleten aus 50 Nationen gehen am Sonntag bei der 22. Auflage der XTERRA WM auf Maui/ Kapalua an den Start. Ganze 96% reisen also extra von außerhalb an, um diese körperliche Sinnüberflutung mitzuerleben.

Darunter 60 Elite-Starter, zu denen auch die deutsche Triathletin Laura Philipp zählt. Diese nahm uns zuletzt im Videotagebuch mit zur Ironman Weltmeisterschaft und darf am Sonntag endlich auch wieder selbst ran.

Die 30-Jährige belegte zuletzt bei der 70.3 WM in Chattanooga (Tennessee) einen stolzen dritten Platz und bewies bereits bei ihrem XTERRA-Debüt in Frankreich, dass sie vorne durchaus ein Wörtchen mitreden kann. Denn als Zweitschnellste im Wasser, Schnellste auf dem Rad sowie Schnellste im Laufen konnte Laura mit einem achtminütigen Vorsprung auf die amtierende Europameisterin im Cross-Triathlon Brigitta Poór (aus der Volksrepublik China) und Helena Karaskova aus Tschechien gleich einen Sieg einfahren.

Laura Philipp bei ihrem siegreichen XTERRA-Debüt in Frankreich 2017, Fotocredit: Carel du Plessis/XTERRA France

Das Rennen ist die letzte Etappe von mehr als 100 off-road Triathlons, die in insgesamt 33 Ländern und 30 U.S. Staaten stattfanden. Die Idee dahinter: eine Weltmeisterschaft zu organisieren, an der Amateure und Elite off-road Triathleten gemeinsam teilnehmen.

Start ist um neun Uhr (hawaiianischer Zeit, also bei uns um 21 Uhr) und kann online auf www.xterramaui.com oder live auf Facebook.com/xterraplanet mitverfolgt werden.

Laura wird sich nach dem Rennen wieder in einem kurzen Video-Post bei uns melden und die Eindrücke von der XTERRA WM auf Maui Revue passieren lassen. Jetzt drücken wir ihr aber erst einmal die Daumen für das Rennen am Sonntag!

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